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Vor dem Fest - Ein Dorfspaziergang durch Machtsum

"Noch ist Zeit vor dem Fest. Es werden die letzten Vorbereitungen getroffen, das Dorf backt, das Dorf sprüht Glasreiniger, das Dorf schmückt die Laternen..." Theater ASPIK widmet sich zusammen mit dem Chor St. Nikolaus und Machtsumer Bürgern in einer liebevollen szenisch-musikalischen »mehr

 

 


 

Kirschgarten zu Verkaufen

Sie sehen tatenlos zu, wie ihnen die Felle davon schwimmen. Sie lassen sich treiben und waten durch ihre versinkende Welt, als wäre das alles schon immer so gewesen: Leonid Gajew, Dunjasa, Ljubov Ranjewskaja und Ermolaj Lopachin.100 Jahre nach der Uraufführung sind nur noch vier einsame Existenzen »mehr

 

 

 


 

Point of no return

Projektionen menschlicher Sehnsüchte sind durch die digitalen Medien zu einem unerschöpflichen Ozean geworden, der das Leben ununterbrochen umspült. Immer neue Chancen und Verprechungen bilden einen verwirrend wuchernden, verheißungsvollen Dschungel. »mehr

 

 


 

SPEICHER / Ebbe der Erinnerung

Sie schwirrt durchs Web, sie schwebt auf Clouds, sie flackert milliardenfach durch die sozialen Netzwerke: Digitalisierte Erfahrungsmasse – ausgelagert, aber jederzeit verlustfrei verfügbar. Unsere mentalen Erinnerungen sind demgegenüber sprung- und lückenhaft, fragmentarisch, subjektiv und ständig »mehr

 

 


 

Wildnis

Das Glück des Landlebens ist das Pech des Landlebens. Das Glück der Abgeschiedenheit ist das Pech der Provinz. Das Pech der Provinzler ist das Glück der Stadt, in die sie fliehen und die sie bereichern. Das Glück der Stadt ist das Pechd es Bürgers, der in der Masse auch untergehen kann. Das Pech des Bürgers ist das Glück des Theaters, an das sich der Bürger wendet, um sein Glück wiederzufinden. »mehr

 


 

DER FALL AUS DEM ALL

 

Ein intergalaktisches Theaterspektakel in der Sächsischen Schweiz, Koproduktion mit dem Staatsschauspiel Dresden 

 

Im All wird ein Wettbewerb der Sterne ausgeschrieben: „Unser Stern soll schöner leuchten!“ Der größenwahnsinnige Chef des Ministeriums für Extraterrestrische Angelegenheiten greift zu allen Mitteln, um ihn zu gewinnen: Er lässt den Konkurrenz-Planeten Zirka sogar abschießen. Wer hätte gedacht, dass Zirka exakt hier, im fast vergessenen Dorf Schöna, auf der Erde landet – vor den Augen von Capar David Friedrich, der die wilde Felsromantik mit dem Pinsel auf die Leinwand bannt und den Planetenabsturz für die Nachwelt verewigt?

Das Publikum wandert von Schauplatz zu Schauplatz und trifft auf »mehr

 

 

KING KONG

 

Ein Kryptozoologe und 6 Angestellte eines Großraumbüros erzählen und spielen die Geschichte von King Kong. Das Büro verwandelt sich nach und nach in ein Bestiarium von Sehnsüchten, Obsessionen und unterdrückten Trieben. Der Dschungel erobert ihre kleine Welt, die Angestellten geraten immer tiefer in ein Abenteuer voller guter und böser Bestien, die im Gegenüber lauern. 

Was ist es, was uns heute an King Kong fasziniert? Welche Ängste, welche Neurosen, projiziert Kong auf uns? Wo steckt das Monster? Können wir uns vor ihm verbergen und uns vor ihm schützen? 

Seit mehr als achtzig Jahren nun trommelt King Kong, der wohl als der populärste Vertreter des  Monströsen gelten darf, Interpretationen aus dem Stoff, politische »mehr

ASSESSMENTS

 

Sind wir gut genug? Für den Titel, den Job, die EU, den Partner, die Erde, die Zukunft? Kurz: Sind wir gut genug für diese Welt?

Die Assessoren von Theater ASPIK gehen dieser Frage nach und stellen sich dabei selbst auf die Probe. Mit grenzenloser Einsatzbereitschaft, viel Selbstüberschätzung und Stressresistenz stürzen sie sich in ein Testverfahren, das der Abwärtsmobilität den Kampf ansagt. Um Schwachstellen und Entwicklungsfelder der Prüfungskandidaten herauszufiltern, müssen diese im Assessment Center unter Zeitdruck Aufgaben bewältigen, Stellung beziehen und Intimitäten preisgegeben. Denn bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt! Und dort ist kein Platz für Träumer und Drückeberger. »mehr

MEIN JUNGES IDIOTISCHES HERZ

von Anja Hilling

 

Ein Tag in einem Mietshaus. Frau Schlüter hat beschlossen, dass es ihr letzter sein wird. "Um drei Uhr und zwar pünktlich bin ich eine tragische Frau." Miroslav, der Fruchtsaftlieferant, den sie kurz zuvor bestellt hat, soll sie finden, als schöne Leiche im roten Kleid… Doch eine Kettenreaktion unvorhergesehener Ereignisse sorgt dafür, dass alles anders kommt: Der Hausmeister kommt vorbei, um das Waschbecken zu reparieren. Der Briefträger will ein Paket abgeben für Herrn Sandmann vom dritten Stock. Dieser entdeckt in der Wohnung des Hausmeisters die Baseballjacke einer Frau, die ihn schon lange in seinen Träumen verfolgt, während Frau Lachmär, die seit 69 Tagen kein Wort geredet hat, Miroslav im Treppenhaus begegnet und ihn zum  »mehr

SPEKULATIONEN

 

6.Oktober 2020. Die Bundesregierung hat ein Gesetz erlassen, das die künstliche Herstellung von menschlichen Phänotypen erstmals erlaubt. Gleichzeitig scheinen in den Städten die Tiere das Kommando zu übernehmen: Eine erhöhte Elchdichte wird beobachtet, die Natur dringt vor. Aber warum meldet der Deutschlandfunk, dass keine Nachrichten vorliegen? Und wo kriegt man Blumen her, wenn Holland unter Wasser steht und es keine Bienen mehr gibt? Theater Aspik spekuliert sich 10 Jahre in die Zukunft und wirft von dort aus einen verwunderten Blick zurück auf die Gegenwart.

Ausgangspunkt dieser szenischen Recherche ist die konkrete mediale Berichterstattung von unserem Stichtag, dem 6. Oktober 2010: An diesem Tag wurden regionale und überregionale Zeitungen durchforstet, Radio- und TV-Nachrichten aufgenommen »mehr

DIE GROSSE PAUSE 

 

In den leeren Industriehallen und Büros einer stillgelegten Uhrenfabrik spielt dieses 3 1/2stündige Stück Zeit-Geschichte. Es verhandelt szenisch eine Entwicklung, wie sie in vielen Familienunternehmen stattgefunden hat, die in der Nachkriegszeit groß geworden sind und sich dem globalisierten Markt nicht schnell genug anpassen konnten: Aufbruchstimmung, Erfolg, Euphorie und Höhenflüge, Stagnation, Kampf und Krise... Das Theater wird zum Instrument der Erinnerung und erzählt die Geschichte vom Wandel der Arbeit am Beispiel vom Aufstieg und Fall der Uhrenfabrik Staiger. Neben Interviews mit ehemaligen MitarbeiterInnen ist die Betriebszeitschrift „Das Pendel“, als Chronik der Uhrenfabrik Staiger, textlicher Fundus für die Inszenierung der GROSSEN PAUSE: Jubiläen, Verkaufszahlen, Geschäftsreisen, Betriebsfeiern, betriebsinterne Fußballergebnisse, Sitzungsprotokolle, Durchhalteparolen... In den Etappen  »mehr

TRAFFICO

 

„Glassplitter, Reste von Lack, das sind noch die auffälligeren Spuren. Aber diese Spuren verschwinden schnell, die tatsächlichen Fälle sind kaum zu erkennen nur mit Kennerblick, die langen Bremsspuren auf dem Asphalt, die kurz vor dem Ende nach rechts herüberziehen, ins Nichts, oder die mitten auf der Teerdecke wieder aufhören. Die Spuren sind schwer zu erkennen, die Splitter rasch zerfahren, Lack und Schrammen vom Regen verwaschen, und die Lücken im Metall schließen sich meist von alleine wieder, wachsen wieder zusammen, schließen sich wie von Geisterhand, die Lücken in den Leitplanken...“  

Regeln bestimmen unser aller Dasein, sie sind dazu da, Risken zu minimieren und machen eine soziale Gesellschaft erst möglich. Anhand der allgemein gültigen Verkehrsregeln entwickelt ASPIK ein deutsch-italienisches Verkehrsdrama: TRAFFICO. Das Stück nimmt seinen Anfang unter freiem Himmel auf einem Verkehrsübungsplatz und führt sein Publikum im zweiten »mehr

WIE'S IM BUCHE STEHT

 

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls veranstalten wir ein spektakuläres Freilufttheater mitten im Herzen Berlins. Ausgangsmaterial für diese Marathon-Performance, die sich drei Tage und Nächte lang ununterbrochen durch den öffentlichen Raum bewegt, ist die Vielfalt der Titel und Thesen, der Meinungen und Interpretationsansätze zu den Ereignissen um 1989: Zehntausend Buchtitel, die sich alle mit „Wende“, „Mauerfall“, „Ost-West“ und „Teilung“ beschäftigen, werden, zu einer großen 1989er-Geschichts-Ballade verarbeitet, als vielstimmige Stafetten-Rezitation kreuz und quer durch Berlin getragen.

Gäste und Passanten, Gruppen, Vereine und unterschiedliche Berliner Künstler übernehmen an den einzelnen Stationen einen Abschnitt der Titelliste, die ein Team von inszenierten Museumswächtern per U-Bahn, Schiff und Fahrrad-Rikscha, zu Fuß »mehr

MUT 

 

Jeder von uns besteht täglich tausende Mutproben. Jeder überwindet sich tausend Mal selbst. Wir alle sind Artisten im Zirkus des Alltags, die triumphieren oder scheitern. Täglich wagt man den Sprung ins kalte Wasser, täglich nimmt unser Schicksal tausend Wendungen, weil wir nicht gesprungen sind. Wie diese Mutproben uns prägen, wie sie unser Leben bestimmen, darüber erzählt das Theater ASPIK in seiner Produktion „Mut“. Mit den Mitteln des Puppen- und Maskentheaters entsteht ein bildgewaltiger Alltagszirkus, in dem sich eine Handvoll abenteuerlicher Gestalten, wilder Tiere und tollkühner Helden ihren Weg durch das alltägliche Dickicht ihrer Visionen, ihrer Ängste und Wunschträume bahnt. Sie stolpern und straucheln und beweisen trotzdem zähes Stehvermögen. Ein tollkühnes Unternehmen mit ungewöhnlichen Theatermitteln, voller Humor, Musik, Poesie und Verrücktheit. »mehr

 

ERFASSEN — ERKENNEN — ERINNERN

 

Performances zwischen den Festreden zur 550-Jahrfeier der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Die Performance bestand aus 5 Sequenzen zwischen den Redebeiträgen (José Manuel Barroso, Dr. Annette Schavan, Dipl.-Ing. Horst Weitzmann, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, Dr. Dieter Salomon, Hermann J. Schmeh)

CREDITS

Konzeption: Team Theater Aspik Regie: Uli Jäckle | Text: Carsten Schneider Bühne und Kostüme: Elena Anatolevna | Musik und Video: Michael Wenzlaff | Komposition: Roman Keller

von und mit: Irene Eichenberger, Luzia Schelling, Florian Brandhorst, Arnd Heuwinkel, Thomas Klees, Michael Wenzlaff

 

AUSFLUG IN DEN MENSCHENPARK

 

Sieben Jahre nachdem Peter Sloterdijk neue Regeln für den Menschenpark und explizite Merkmalsplanung durch Eliten gefordert hat, sind die Fragen nach dem Erhalt des Gesellschaftlichen, nach dem Entstehen von Moral und nach gemeinsamen Grundlagen brennender denn je. ,,Ausflug in den Menschenpark" wirft einen kindlichen Blick in das Terrarium menschlichen Lernens. Was müssen, sollen und wollen wir lernen und wo sind wir Tier geblieben? Auf der Grundlage der „Häschenschule“ von Albert Sixtus begeben sich die Zuschauer auf eine theatrale Achterbahnfahrt durch die Erziehungmodelle der Gegenwart. Acht Hasen berichten und spielen ihren gefährlichen Häschenalltag vom täglichen Fressen und Gefressenwerden.  »mehr

SEIN ODER NICHTSEIN

 

"Geistesgegenwart und Schauspielerei sind auch in schlechten Zeiten die besten Waffen, um eine penetrante Realität zu schlagen. Dahinter steckt Lubitschs ganzes ästhetisches Credo und sein Horror vor einem Kino, das glaubt, die Wirklichkeit direkt abbilden zu können." (Frieda Grafe)

Eine polnische Theatertruppe probt 1939 in Warschau eine bitterböse Parodie auf die Gestapo. Noch vor der Premiere wird das Stück vom Außenminister verboten. Hitler überfällt Polen, und bald wimmelt es in der Stadt von Hitlers Gestapoleuten, die Schauspieler flüchten in den Untergrund. Der polnische Fliegerleutnant Subinski kehrt aus England zurück, um den Untergrund vor einem Spion zu warnen. Da trifft es sich gut, dass er vor seiner Abreise mit Maria angebandelt hatte, bei der er nun »mehr

WER WOHNT DORT OBEN AUF GOLDENEN STERNEN?

 

Nicht bloß die Welt ist aus ihren Angeln gerissen, auch der Verstand der einzelnen Individuen. Die Hirnkasten bersten, weil auf einmal soviel Neuigkeiten, vielleicht auch neue Gedanken hineindrängen.

Heinrich Heine  

Ist im öden, entvölkerten Himmel wirklich nur die Notwendigkeit als letzte Göttin übrig geblieben? Oder gibt es dort doch irgendwo eine grüne Hallelujawiese, Lust, Plaisir und gebratene Gänse? Und wenn es ein Himmelreich gibt, warum fällt dann von der ganzen Herrlichkeit nicht öfter mal etwas herunter, eine goldene Uhrkette oder wenigstens ein Stück Ananaskuchen? 

In der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, in der Heinrich Heine von 1821 bis 1823 als Student eingeschrieben war, geht der Dichter diesen und vielen anderen Fragen nach. Auf den Treppen, Fluren und im Lesesaal der »mehr

SCHREIBE MIR BALD ZUM TROSTE

 

Denn da ich Dich selbst nicht sehen kann, was bleibt mir übrig, als aus Deinen Briefen auf Dich zu schließen?
Heinrich von Kleist, Briefe

 

Kleist war sein Leben lang auf Reisen, und diese Reisen waren Voraussetzung für den Briefwechsel mit seinen Zeitgenossen. Die Suche nach Erfüllung, nach dem Glück und dem Sinn des Lebens, die Kleist nie beenden konnte, ist in seinen Briefen reflektiert - mal ironisch und heiter, dann wieder verzweifelt und tragisch. Diese Suche, im Reisen versinnbildlicht, ist Ausgangspunkt der theatralen Expedition mit und zu Heinricht von Kleist.

Anhand einer systematischen und zugleich empirisch-sinnlicher Untersuchung seines Briefwerks versucht die Inszenierung, dem ewig rastlosen Dichter auf die Spur zu »mehr

SCHILLER – GERÄUBERT
 

"Wer einen Mythos kreiert, dem kann es widerfahren, dass er selbst zum Mythos wird. Schillers Ruhm ist von dieser Art. Bereits zu seinen Lebzeiten beginnen jene Schillerfeiern, die nach seinem Tod zum nationalen Festtagskalender gehören werden. Schiller fühlt sich in der Rolle des nationalen Helden unbehaglich. Der Ruhm, auch wenn er ihn genießt, macht ihn verlegen".

 

Die Spuren, die im Jahr 2005 zu Schiller führen, sind ebenso zahlreich wie vielfältig. Wen gilt es zu entdecken? Schiller, den pathetischen Klassiker, den wir zu kennen meinen? Schiller, den Verfasser einer literarischen Rebellion, Sprachrohr eines ewig brodelnden Generationskonfliktes? Oder vielleicht Schiller, den wirkungsbewussten »mehr

TATI TIME

 

Theater ASPIK spielt keinen Film von Tati nach, sondern setzt sich mit dem System Tati auseinander. TATITIME spürt Jacques Tatis Vision einer sich immer schneller verändernden Welt nach. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne stolpern die Figuren des Stücks durch die Unbilden des Alltags, in dem die Dinge ein Eigenleben zu führen scheinen. Sie verstricken sich in eine Welt voller Chindogus - Gegenstände, die eine sinnlose Lösung liefern für ein Problem, das wir noch gar nicht kannten. TATI TIME ist das Unterfangen von Theater ASPIK, Jacques Tatis Vision einer sich immer schneller verändernden Welt in 70 Minuten Theaterzeit zu brennen. Wir starten morgens in einer ländlichen Welt, in der Zeit geanuso selbstverständlich verfügbar ist wie die Luft zum Atmen und alles seinen gewohnten gang zu nehmen scheint. Und wir landen abends in einer durchgestylten, retro-futuristischen und lebensfeindlichen Design »mehr

DIE NIBELUNGEN
 

Schauspiel in drei Abteilungen von Friedrich Hebbel

"Die blutigen Kometen sind am Himmel
anstatt der frommen Sterne aufgezogen
und blitzen dunkel in die Welt hinein."

 

Ein Mann kommt über die Ebene und zieht einen Sarg hinter sich her. Spiel mir das Lied vom Tod, Volker, spiel mir das Lied vom Untergang Burgunds!

Die Nibelungensage ist eine Parabel über die zerstörerische Kraft einer sinnentleerten Idee. Kein blindes Schicksal treibt die Helden in den Untergang, ihr Tod ist das Ergebnis von Macht- und Habgier, Eifersucht und Rache. Um diese Geschichte vom Ballast »mehr

PATRIOTEN IM HERZ

 

Theater ASPIK besucht mit dem Publikum die Ausstellungsräume des Roemer-Pelizaeus-Museums Hildesheim. In einem verlorenen Land zwischen Mumien, Vitrinen und Dinosaurierknochen, zwischen rauschendem Äther und Kindergeschrei, gehen sieben Museumswächter auf eine fantastische Reise zurück zu verschütteten Erinnerungen und vergessenen Fantasien, zu den Ursprüngen unserer Heimatgefühle.

In Bruchstücken von Träumen, Ängsten und Sehnsüchten, zwischen Liebe, Herzenswärme, Hingabe und Heimweh suchen die Patrioten den Weg nach Hause.

Mit einem internationalen Ensemble aus Deutschen, Schweizern und Amerikanern realisiert Theater ASPIK ein interdisziplinäres Ereignis zwischen Tanz, Theater, Musik und Geisterbahn.  »mehr

 

INDIEN

 

Uli Jäckle inszeniert das 1991 entstandene Erfolgsstück der österreichischen Kabarettisten Hader und Dorfer in einer Gastwirtschaft im Stadtwald von Hildesheim. Der Zuschauer kommt mit der Eintrittskarte zusätzlich und vorneweg in den Genuss eines Wiener Schnitzels mit Erdäpfelsalat.

Danach erleben sie vom Wirtshaustisch aus die tragikomische Geschichte von Fellner und Bösel, zwei Gastwirtschaftkontrolleure, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsam nehmen die beiden die Landgasthäuser der Provinz unter die Lupe. Aus der Zwangsgemeinschaft wird langsam eine wahre Männerfreundschaft. Schützende Fassaden werden eingerissen, und beide gestehen sich die dahinterliegende Einsamkeit und Unsicherheit ein. Was in chauvinistischer Bierseligkeit erblüht und im »mehr

HINTERLAND
 

Ein Röhrenradio fungiert als Zeitmaschine. Zwischen Rauschen und Musikfetzen schnappt es eine Welt aus dem Äther und stülpt sie auf die Bühne: Tiefe 60er-Jahre, tiefste Provinz, Untiefen der Erinnerung. Groteske Figurenpaare treffen im Idyll einer Modellhaussiedlung aufeinander, hinter der Fassade bigotter Wohlanständigkeit wuchern Obsessionen und düstere Machenschaften, die sich in einer Katastrophe entladen, während im Kongo, am andern Ende der Welt, der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Patrice Lumumba aus dem Amt geputscht und ermordet wird.

Das Stück beruht auf Motiven aus dem Film "De Noorderlingen" »mehr