Über Theater ASPIK

Theater ASPIK ist ein Künstlerkollektiv aus Hildesheim. Die Gruppe wurde 1988 von AbsolventInnen der Kulturpädagogik der Universität Hildesheim gegründet und ist eine der ersten freien Gruppen, die aus diesem Studiengang hervorgingen. Heute arbeiten bei ASPIK Künstler und Künstlerinnen aus Hildesheim, Berlin, Hamburg und Zürich zusammen, um das Medium Theater in unterschiedliche Richtungen auszuloten.

ASPIK realisiert Eigenproduktionen, Kooperationen und Auftragsproduktionen, in denen mit verschiedenen Ansätzen von Perfomance, Schauspiel, Installation und Tanz experimentiert wird. Die Stücke entstehen sowohl in freien Spielstätten als auch in Stadttheatern, im öffentlichen Raum und in ungewöhnlichen Innenräumen. Alle Projekte haben zum Ziel, unsere gesellschaftliche Realität mit szenischen Mitteln unvoreingenommen zu befragen, indem wir versuchen, Grundkonstanten menschlichen Verhaltens herauszuarbeiten und mit spezifischen aktuellen Themen zu verbinden.

In den Eigenproduktionen werden Themen in einem kollektiven Probenprozess auf die Bühne gebracht. Hier fließen die Erfahrungen aller Ensemblemitglieder zusammen; der Begriff des „Freien“ lässt sich in diesem Format konsequent ausloten. Dabei werden auch unterschiedliche Lebensentwürfe aus Film, Literatur und Theaterstücken in die Arbeit einbezogen. Wir untersuchen, auf welche Weise Kommunikation und Beziehungen zwischen unterschiedlichen Welten entstehen und wie sie sich weiterentwickeln. So entstehen Figurenkonzepte, die in Folgeprojekten fortgeschrieben werden können. Die Eigenproduktionen bilden den Kernbestand unserer Arbeiten. (Beispiele: Spekulationen, King Kong, Mein junges idiotisches Herz).

In den Koproduktionen wird zum einen mit Stadt- oder Staatstheatern, zum anderen mit Theaterensembles aus europäischen Partnerländern ("Teatr Cinema" PL, "Il Mulino di Amleto", IT, u.a.) ein gemeinsames Projekt realisiert. Die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus anderen Ländern gibt Impulse für eine Weiterentwicklung ästhetischer Ausdrucksformen. In den Koproduktions-Projekten der letzten Jahre wurde eine Theatersprache erarbeitet, die auf gesprochene Dialoge weitgehend verzichtet und mit choreografierten Gesten oder Bewegungsabläufen arbeitet (u.a. „Traffico“, „Ausflug in den Menschenpark“, „Patrioten im Herz“, „Schreibe mir bald, zum Troste“). Bei der Zusammenarbeit mit Stadttheatern geht es oft darum, ein neues Format zu etablieren oder eine Inszenierung an einem externen Spielort zu entwickeln ("Die große Pause" in einer leeren Fabrik, "Ausflug in den Menschenpark" in einem Auditorium, "Patrioten im Herz" im Museum, "Sein oder Nichtsein" in einem Tanzlokal aus den 20erjahren.)

In den Auftragsproduktionen werden auf Wunsch anderer Theater oder Institutionen Inszenierungen zu besonderen Anlässen verwirklicht. Dabei geht es meist um einen besonderen Anlaß, ein aktuellesThema oder einen speziellen Ort, der für einen begrenzten Zeitraum mit den Mitteln von Theater, Installation und Performance bespielt werden soll. Die Auftragsproduktionen sind in der Regel an besondere Rahmenbedingungen gebunden und dadurch nicht beliebig wiederholbar (Beispiele: „1989 – wie`s im Buche steht“ – eine 60stündige Performance durch ganz Berlin zu "20 Jahre Mauerfall" im Auftrag der Bundeskulturstiftung oder Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?"(2006) im Auftrag der Gesellschaft für Deutsche Sprache anlässlich des Heinrich-Heine-Jahres in der Bibliothek der juristischen Fakultät der Humboldtuni Berlin).

 

Florian Brandhorst (geb. 1960) ist freiberuflicher Schauspieler, Chorleiter und Komponist; studierte angewandte Kulturwissenschaften in Hildesheim und ist seit der Gründung 1988 Mitglied von Theater ASPIK; seit 1991 Inszenierungen mit Uli Jäckle, neben ASPIK unter anderem auch bei den Heersumer Sommerspielen, beim Stadttheater Hildesheim, dem Staatstheater Stuttgart... mehr

Oliver Dressel  (geb. 1970 in Windhoek/Namibia) lebt in Hildesheim und studierte dort Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Seit 1992 ist er freischaffend tätig in den Bereichen Schauspiel / Theater / Performances und Tanztheater. Ab 1994 erste Arbeiten mit Uli Jäckle und seit 2005 regelmäßig. Außerdem arbeitet er zusammen mit Albrecht Hirche, Kathrin... mehr

Irene Eichenberger  (geb. 1969 in Bern) Ausbildung an der „Ecole Internationale Jaques Lecoq“ in Paris . Seit 1999 ist sie als freischaffende Schauspielerin tätig. Seit 2001 Ensemblemitglied bei Theater ASPIK und Zusammenarbeit mit Uli Jäckle.Engagements u.a. am: Theater Lübeck, auf Kampnagel in Hamburg, an den Sophiensaelen Berlin, Theater Luzern, Schauspiel... mehr

Arnd Heuwinkel (geb. 1970 in NRW) absolvierte nach einer Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann das Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim im Jahr 2001. Nach seinem ersten Engagement als Schauspieler am Volkstheater Rostock wurde er Mitglied der freien Theatergruppe ASPIK. Daraus gingen Kooperationen mit dem Kleistforum... mehr

Uli Jäckle (geb. 1961), arbeitet seit 1993 als Freier Regisseur. In dieser Zeit sind über 80 Inszenierungen entstanden. Seit 1999 nimmt er außerdem unterschiedliche Lehraufträge wahr, u.a. an der Bundesakademie Wolfenbüttel, am Institut für Medien und Theater an der Universität Hildesheim oder an der Schauspielschule Bern, sowie seit 2010 als Professor für... mehr

Roman Keller (geb. 1975 in Braunschweig) ist seit 1999 als Theatermusiker tätig. In seinem Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim mit Schwerpunkt Musik und Theater beschäftigte er sich vor allem mit szenischer Musik, Sound Design und der Musique Conrète.Praktische Erfahrung in der Musikproduktion u. a. durch Studioaufenhalte in... mehr

Luzia Schelling (geb. 1966), freischaffende Schauspielerin.  Germanistik-/Romanistik-/Philosophiestudium (87-91), Ausbildung an der „Berliner Schule für Schauspiel“ (1991-95). Engagements zunächst in Stendal, Dessau und bei der Theatercompanie Leipzig. Seit 2002 bei Theater ASPIK und Zusammenarbeit mit Uli Jäckle. Außerdem Engagements am: Theater Lübeck,... mehr

Michael Wenzlaff (geb. 1966) studierte zunächst Freie Kunst in Hannover, dann folgte die Schauspielausbildung an der „Berliner Schule für Schauspiel“, seitdem lebt er als Schauspieler in Berlin. Mitglied bei Theater ASPIK seit 2005, außerdem spielte er am Theater Freiburg, am Hebbel am Ufer HAU Berlin, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Jungen Staatstheater an der... mehr

Elena Anatolevna geboren und aufgewachsen in St. Petersburg, lebt seit 1988 in Braunschweig und studierte 1992-96 Modedesign und Kostüm an der Kunstfachhochschule Hannover. Seit 1999 Zusammenarbeit mit Theater ASPIK. Außerdem Kostümbild sowie Ausstattung/Kostüme bei Produktionen u.a. am Theater Freiburg, dem Theater Chemnitz, dem Hamburger Schauspielhaus und dem... mehr

Thomas Rump geb. 1971, studierte Creative Arts studies am Sion Hill College in Bath (England) sowie Kulturwissenschaften in Hildesheim, anschließend Szenenbild an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.Seit 1996 neben Arbeiten für Film, Fernsehen und Figurentheater Engagements als Bühnen- und Kostümbildner u. a. an den Theatern in Hildesheim,... mehr