SPEICHER / Ebbe der Erinnerung

Credits

Regie: Anne Hirth | Ausstattung: Silvia Albarella
Von und mit: Florian Brandhorst, Oliver Dressel, Arnd Heuwinkel, Luzia Schelling

Gefördert durch das Land Niedersachsen, den Fonds Darstellende Künste, die Stiftung Niedersachsen und die Friedrich Weinhagen Stiftung, Hildesheim.

Termine

Karten gibt es online unter www.theaterhaus-hildesheim.de oder unter der Telefonnummer (05121) 698 14 61

16. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00 

17. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00   

18. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00

23. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00

24. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00

25. Okt. 2014 | Weinsziehr, Hildesheim | 20:00

11. Dez. 2014 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

12. Dez. 2014 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

13. Dez. 2014 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

05. Feb. 2015 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

06. Feb. 2015 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

07. Feb. 2015 | LOT Theater, Braunschweig | 20:00

weitere Termine 2015 folgen

Pressestimmen

Aus "Ein Diavortrag bei Fremden"
"(...) Was bleibt, ist das An und Aus des Projektors. Ein Schattenspiel. Regisseurin Anne Hirth nutzt die Tiefe des Raumes, die Leerstellen. (...) Am Anfang ergründen die vier Schauspieler die Bühne. Tasten sich vor ins Hinterstübchen. Gerümpel wirft Schatten. Erinnerungsstücke als Requisite und Kostüm. Ein Bobbycar rutscht über Teppichboden, wie im Kubrick-Shocker "Shining" – eine Plastikhupe quietscht, Lacher im Publikum: Das kennt jeder. Die Schaupieler gehen von ihren eigenen Erinnerungen aus. Unversehrte Bruchstücke, in denen sich Vergangenes spiegelt. Wie die Lammfellbezüge im Familienauto, von denen Arnd Heuwinkel erzählt. Oder der Geruch von verbranntem Gummi, der Florian Brandhorst noch in der Nase hängt, nachdem der Großvater mit seinem Fünfer-BMW, sechs Zylinder, eine rote Ampel überfahren hatte. Oder der schicksalhafte Zufall, von dem Oliver Dressel erzählt: Dass man ausgerechnet am Karfreitag tanzen gehen wollte. Und dann passierts. Autounfall. – Es sind diese Details, die Roland Barthes in seiner "Hellen Kammer" in den Begriff des des punctums fasst. Aber lassen sich diese Fixpunkte der Erinnerung fassen? Oder sind sie wie Bühne und Requisite frei kombinierbar? "Meine Großmutter hatte sechs Zylinder", schwärmt Luzia Schelling, "und im Urlaub hat sie jeden Abend einen davon aufgesetzt". Und Florian Brandhorst ist sich sicher: "Die Polizisten in Bad Kissingen sind mit Lammfell bezogen." Dieser Ansatz ist überzeugend: Dass man bei Unfällen ansetzt, Narben , die im Gedächtnis bleiben, um anschließend die persönlichen Momentaufnahmen in Bewegung geraten zu lassen. Bis sich alles verheddert, Geschichte wird. (...)

Maximilian Balzer, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 18.10.2014